Nach Brunnen sind wir weiter ins Entlebuch gefahren, nach Hasle. Gefunden haben wir den Platz über Nomady. River-Camp Feldgüetli klingt ja schon nach Abenteuer, und genau das haben wir bekommen. Judith, die Gastgeberin, ist so herzlich, dass man fast vergisst, dass es dort keinen Strom gibt.
Aber wir sind ja Camper, wir bringen unseren eigenen Strom mit…
Und zur Not haben wir ja unser eigenes WC im Camper. Luxus pur. Fast wie ein Spa, nur kleiner.
Die WCs auf dem Platz sind ein Stück entfernt. Für manche vielleicht ein kleiner Marsch, für uns eher ein „sanftes Morgen-Yoga“. Stirnlampe an und los. Wobei wir ehrlich sagen müssen: Wir haben es uns leicht gemacht. Unser eigenes Camper-WC hat uns verwöhnt, keine nächtlichen Expeditionen nötig.
Judith stellt im Sommer fünf Plätze zur Verfügung.
Jeder Platz hat Tisch, Stühle und eine Feuerschale. Holz ist inklusive, was uns besonders gefreut hätte, wenn wir es hätten brauchen dürfen. Waldbrandgefahr.
Wir haben also die Feuerschale angeschaut und uns vorgestellt, wie schön ein Feuer wäre. Ein bisschen wie Kamin-TV, nur ohne Flammen.
Der Bereich rund um Tisch und Stühle ist mit Holzspänen ausgelegt.

Das sieht nicht nur hübsch aus, sondern fühlt sich an wie ein kleiner Wellnessbereich für Camperfüsse.
Die Plätze liegen weit auseinander, man hat so viel Privatsphäre, dass man fast vergisst, dass andere Menschen existieren.
Die kleine Emme hatte wenig Wasser, aber genug, um die Füsse darin zu kühlen. Andere haben gebadet, wir haben uns auf die „Kneipp-Version“ beschränkt.


Am nächsten Tag wollten wir eigentlich richtig rein… aber da hat es geregnet. Timing ist alles.
Die Bahnstrecke ist in der Nähe. Man hört den Zug ab und zu vorbeifahren. Für uns war das eher ein Bonus: gratis Soundeffekte, aber nicht so laut, dass man denkt, man schläft auf den Gleisen.

Für Kinder ist der Platz ein Paradies. Ein riesiger, gepflegter Spielplatz. Wir haben keine kleinen Kinder mehr, aber ich konnte mir lebhaft vorstellen, wie Eltern dort sitzen, Kaffee trinken und denken: „Endlich fünf Minuten Ruhe.“ Herrlich.
June war natürlich dabei und hat sich wieder pudelwohl gefühlt. Und ich muss sagen: Bis jetzt ist dieser Platz mein absoluter Lieblingsplatz.

Ich habe geschlafen wie ein Stein. Ein glücklicher Stein.

Zum ersten Mal mussten wir auf die Auffahrkeile fahren. Für uns ein kleines Abenteuer. Ich würde sagen: Wir haben es geschafft, das Wohnmobil hat es überlebt, und wir haben uns danach ein bisschen wie Profis gefühlt.
Und jetzt kommt das Problem: Ich darf eigentlich gar nicht zu viel schwärmen. Sonst ist der Platz nächstes Jahr ausgebucht, bevor wir überhaupt den Motor starten.


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