Nach unserem Aufenthalt in Cancale ging es weiter nach Cap Fréhel. Die Fahrt war kurz, aber was uns dort erwartete, hat uns sofort begeistert.
Was soll ich sagen? Cap Fréhel ist wunderschön. Ein neuer Lieblingsplatz.
Für die Nacht hatten wir uns den Campingplatz „du Cap Fréhel“ ausgesucht. Bei unserer Ankunft stellten wir fest, dass die Saison bereits vorbei war und der Platz offiziell geschlossen hatte. Doch genau das machte den Aufenthalt irgendwie besonders.

Man durfte trotzdem bleiben. Es gab zwar weder Strom noch Wasser, die Sanitäranlagen waren ebenfalls geschlossen, aber die Entsorgung war weiterhin möglich.
Für die Übernachtung legte man einfach fünf Euro in den Briefkasten. Ehrlich, unkompliziert und irgendwie sympathisch.
Ein paar weitere Wohnmobile standen ebenfalls auf dem Platz.
Wir suchten uns ein schönes Plätzchen zwischen den Bäumen aus und fühlten uns sofort wohl.

Im Sommer dürfte es hier allerdings ganz anders aussehen. Dann ist der Campingplatz bestimmt gut gefüllt. Viele Stellplätze liegen trotz der Bäume recht offen in der Sonne, und ich kann mir vorstellen, dass es dann ziemlich heiss wird.
Für die Nebensaison hingegen war es perfekt.
Der Strand liegt nur wenige Schritte entfernt. Über die Strasse, ein Stück hinunter Richtung Meer und schon steht man mitten in einer traumhaften Kulisse.

Und überhaupt: Cap Fréhel ist ein Ort, der einen sofort in seinen Bann zieht.
Die zerklüfteten Klippen ragen majestätisch aus dem Meer, das Wasser leuchtet je nach Licht in unterschiedlichsten Blau- und Grüntönen, und der Blick scheint endlos weit.
Nicht umsonst zählt Cap Fréhel zu den beeindruckendsten Küstenlandschaften der Bretagne. An manchen Stellen fühlt man sich fast wie am Ende der Welt.
Mir persönlich war das Meer dann doch etwas zu kalt zum Baden. Einige Unerschrockene liessen sich davon allerdings nicht abhalten und zogen ihre Bahnen durch das Wasser.
Eigentlich halten wir uns ja immer an Regeln. 😊 Am Zugang zum Strand stand ein Schild mit der Aufschrift «Hunde verboten».
Unten am Strand sah man aber Hunde, die fröhlich am Strand spielten, und auch auf dem Weg kamen uns Hundebesitzer entgegen. Also sprangen wir über unseren Schatten und nahmen June mit.
Das Meer interessierte sie allerdings herzlich wenig.
Wasserratte wird sie in diesem Leben wohl keine mehr.
Dafür schnupperte sie neugierig durch den Sand und beobachtete alles ganz aufmerksam.
Und ganz ehrlich: Es gibt kaum etwas Schöneres, als die Schuhe auszuziehen, die Füsse in den Sand zu stecken und im Meer zu stehen, während die Wellen sanft ans Ufer rollen.



Am Abend warteten wir an einem wunderschönen Aussichtspunkt auf den Sonnenuntergang. Pünktlich begann die Sonne langsam im Meer aus Licht und Farben zu versinken. Der Himmel färbte sich golden, später orange und rosa. Wir standen einfach da, schauten zu und genossen den Moment.




Ein absoluter Lieblingsplatz.
Leider mussten wir bereits am nächsten Tag weiterziehen.
Doch die Fahrt entlang der Küste schien uns auf Schritt und Tritt zuzurufen: «Kommt wieder!»
Und ja, wir kommen bestimmt wieder.
Die Landschaft dort ist einfach traumhaft schön. Für uns sind es allerdings auch wirklich viele Kilometer bis in diese Ecke Frankreichs. Entsprechend lang fiel auch unsere Heimreise aus.
Davon erzählen wir dann im nächsten Beitrag.
Manchmal gibt es Orte, die sich nicht mit vielen Worten beschreiben lassen. Cap Fréhel ist so ein Ort. Man muss ihn sehen, die salzige Luft einatmen und einfach einen Moment stehen bleiben. 😊



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